Im stark umkämpften „Book on demand“-Geschäft erfolgreich sein? Bei der printec solutions GmbH in der Südwestpfalz funktioniert es.
Marcus Kalle gründete im Jahr 2022 die printec solutions GmbH im südwestlich von Kaiserslautern gelegenen Weselberg. Inzwischen ist das Unternehmen in einem kleinen Gewerbegebiet in Räumlichkeiten von rund 900 Quadratmetern beheimatet. Seither ist ein neuer Print- & Media-IT-Serviceprovider im B2B-/B2C-Geschäft entstanden – mit per Online-Schnittstellen generierten Aufträgen, konkret rund 145 000 Jobs pro Jahr. Konsequent hat sich das heute 14 Beschäftigte zählende Unternehmen auf zwei Bereiche spezialisiert: Large Format Printing/Wall Art Printing sowie Buchproduktion/„Book on demand“.
Innerhalb der Buchproduktion werden neben Büchern in „Auflage 1“ für den B2C-Markt speziell kleine und mittlere Auflagen für den B2B-Markt hergestellt: darunter Brand Books, Kunstbücher, Fotobücher, Story Books und Travel Books. Parallel dazu sorgt eine Inhouse-IT-Abteilung für vollstufig automatisierte Schnittstellen-Workflows und generiert, pflegt und betreibt individuelle „Web to print“-Plattformen sowie z.B. mit „happyprinting.de“ auch B2C-Online-Portale.
Immerhin vermochte das Unternehmen immer wieder in neues Digitaldruck- und Postpress-Equipment zu investieren. Innerhalb des Digitaldrucks ist printec solutions mit drei modernen Maschinen ausgerüstet: zwei „HP Indigo 7900-7“ und einer „Fuji Jetpress 750 S HQ“. Angepasst an die leistungsfähigen Druckkapazitäten besteht die Postpress-Abteilung in vollständiger Redundanz.
Wegen besserer Haltbarkeit der Bücher dank Fadenheftung entschloss sich printec solutions für die Smyth-„DX-50“, eine Maschine für das integrierte Falzen und Fadenheften mit Handanlage. Das System ist konzipiert für ein Bogenformat von 150 x 200 mm bis 510 x 700 mm. Hiermit werden maximal 16 Heftzyklen pro Minute (mechanisch) und bis zu 14 Stiche bei einer Stichlänge von maximal 18 mm erreicht. „Diese Smyth-Maschine eignet sich für kleine und mittlere Auflagen, besonders für permanente Jobwechsel, sodass sie eben vorrangig bei ‚Book on demand‘-Anbietern im Einsatz ist“, erläutert PPL-Geschäftsführer Jan Schölzel. PPL-Post Print Leipzig ist eine Vertretung für Maschinenhersteller aus der Druck-Weiterverarbeitung wie Smyth. Start-up-Unternehmer Marcus Kalle ist sicher im (Heft-) Sattel und sehr zufrieden mit dem im Frühling 2025 installierten und seitdem produzierenden System.
Frank Baier
https://postprintleipzig.com/de, https://www.printec-solutions.de
Siehe den kompletten Beitrag in bindereport 01/2026.

