VDMA: Zukunft mit wenig Personal

Deutschland muss international wieder wettbewerbsfähiger werden, konstatiert der Inlands-Maschinen- und Anlagenbau nachdrücklich.

Eine aktuelle VDMA-Umfrage zeigt: Rund drei Viertel der Unternehmen erwarten kurzfristig einen Beschäftigungsrückgang in der Branche, und auch mittelfristig, über drei bis fünf Jahre, überwiegen die negativen Erwartungen. Für das eigene Unternehmen fällt das Urteil jedoch deutlich milder aus: Zahlreiche Betriebe rechnen daher eher mit Stabilität als mit starkem Stellenabbau. „Deutsche Maschinenbauer investieren im Ausland, aber das Ausland nicht in Deutschland“, macht Hartmut Rauen, stellvertretender Geschäftsführer des VDMA, klar.

Durch den Einsatz von KI erwarten die befragten Unternehmen einen moderaten Rückgang der Beschäftigung bei Fachkräften und Auszubildenden, jedoch einen stärkeren Rückgang bei Akademikerinnen und Akademikern. Künstliche Intelligenz werde weiterhin einfache, sich wiederholende Aufgaben von Fachkräften übernehmen. Bei den akademischen Tätigkeiten werden speziell Menschen mit Management- und Office-Aufgaben betroffen sein – dafür weniger Ingenieurinnen und Ingenieure in der industriellen Praxis.

Trotz der eingetrübten Perspektiven ist die betriebliche Ausbildung ein zentraler Stabilitätsfaktor: Die Beschäftigungserwartungen für Auszubildende sind vergleichsweise stabil, Engpässe bleiben durch die demografische Entwicklung absehbar. „In der aktuellen Phase des Umbruchs setzen die meisten Unternehmen bewusst auf eigene Ausbildung“, erklärt Dr. Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA.

https://www.vdma.eu/de

Siehe den kompletten Beitrag in bindereport 08/2026.

Hartmut Rauen, stellvertretender Geschäftsführer des VDMA: „Wir wollen auch in Zukunft Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber sein.“ Foto: VDMA
Hartmut Rauen, stellvertretender Geschäftsführer des VDMA: „Wir wollen auch in Zukunft Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber sein.“ Foto: VDMA