Gmund Papier am Tegernsee gewinnt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Branche Papier, Karton, Pappe.
Doch die Papierfabrik am Tegernsee ist mit 140 Beschäftigten als Familienbetrieb, einer fast 200-jährigen Tradition und einer jährlichen Produktion von 6000 Tonnen Papier innerhalb der Branche eine absolute Seltenheit. Denn mit mutigen Investitionen in Umwelttechnologien und der Verbindung von präzisem Handwerk und Innovation zeigt Gmund Papier, dass ökologische Verantwortung, Ästhetik und höchste Papierqualität keine Gegensätze sind.
Papiere aus ressourcenschonenden und aus schnellwachsenden Pflanzenfasern werden am Betriebsstandort entwickelt. Indessen gehören Kollektionen aus 100 Prozent Hanf, aus 100 Prozent Recycling-Baumwolle oder die Kollektion „Gmund Mother Earth“ aus 50 Prozent Alternativ-Pflanzenfasern wie Gras und Getreideabfällen zum Sortiment. Diese Bestandteile reduzieren den Einsatz von klassischem Holzzellstoff und eröffnen neue Wege für hochwertige und nachhaltige Papiere.
„Gegenwärtig werden über das Nachhaltigkeitslevel hinaus noch nicht gedachte Ansätze untersucht, um Gmund Papier als Leuchtturm für pflanzenbasierte Faserstoff-Technologien zu positionieren. Für uns geht Umweltschutz weiter als nur CO2-Reduktion“, erklärt Florian Kohler, Inhaber von Gmund Papier. Innerhalb der Papierfabrik stammen bis zu 75 Prozent des elektrischen Energiebedarfs aus eigenen regenerativen Quellen wie Wasserkraft, Sonnenenergie und Kraft-Wärme-Kopplung. Zusätzlich benötigte Energie besteht aus 100 Prozent zertifiziertem, CO2-freiem Ökostrom.

