Frankfurter Buchmesse: Defizite bei der Lektüre

Vom 7. bis 11. Oktober 2026 findet die Frankfurter Buchmesse statt. Wie ist der Status-quo, seit die Lesekrise den Buchmarkt erreicht hat?

Zwar setzte das Event laut Angaben der Veranstalter-GmbH seinen Wachstumskurs in den vergangenen fünf Jahren fort. Insgesamt 4350 Aussteller (2024: 4300) präsentierten sich im Jahr 2025 in den Messehallen. 238 000 Gäste (2024: 230 000) aus 131 Ländern wurden beim Festival der (Medien-) Vielfalt registriert. Jedoch gab es bessere Zeiten: Noch im Jahr 2019 kamen 7450 Aussteller und 302 000 Gäste in die City am Main. Ob es zur Veranstaltung vom 7. bis 11. Oktober 2026 mit dem Ehrengast Tschechien bessere Zahlen als im Jahr 2025 gibt?

Ein genauer Blick auf den Buchmarkt zeigt deutliche Defizite in den Fähigkeiten des Lesens bei jüngeren Menschen auf: Jetzt schlägt sich erstmalig der sich stetig verschlechternde Zustand der Lesekompetenz in Deutschland auffallend in den Buchkäufen nieder. Folglich ging 2025 die Zahl der Buchkäufer zwischen 10 und 15 Jahren im Vergleich zum Vorjahr um 30,6 Prozent zurück, die Ausgaben in dieser Altersgruppe sanken um 23,8 Prozent. Der Umsatz der Branche insgesamt lag mit 9,62 Milliarden Euro um 2,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Das zeigt der Bericht „Buchmarkt kompakt 2025/2026“, den der Börsenverein des Deutschen Buchhandels jüngst veröffentlicht hat.

https://www.buchmesse.de
Siehe den kompletten Beitrag in bindereport 9/2026.

Impression aus einer Messehalle: Jugendliche sind im Buchmarkt eine wichtige Käufergruppe. Foto: Gian Luca Heiser/Frankfurter Buchmesse
Impression aus einer Messehalle: Jugendliche sind im Buchmarkt eine wichtige Käufergruppe. Foto: Gian Luca Heiser/Frankfurter Buchmesse