VDMA / M2X: Gemeinsame Infrastruktur

Mittels eines neuen Moduls können Interaktionen seitens mobiler Roboter mit ihrer Umgebung in der Intralogistik vereinheitlicht werden.

Infolge der Veröffentlichung des M2X-Entwurfs („machine to x“) gibt es für Unternehmen, Herstellern und Integratoren eine offene Spezifikation für die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und Infrastruktur-Komponenten. Mobile Roboter bewegen sich heute nicht isoliert durch Lager und Produktion, sondern müssen Schleusen passieren, Aufzüge nutzen, Ladestationen anfahren, Transportaufträge entgegen nehmen. Damit diese Abläufe funktionieren, müssen Fahrzeuge, Flottenmanagement-Systeme und Infrastruktur miteinander kommunizieren. Jedoch in der Praxis stammen diese Systeme häufig von verschiedenen Herstellern und nutzen eigene Schnittstellen. Passende (Problem-) Lösung ist M2X: Die offene Spezifikation definiert gemeinsame Kommunikationsregeln für mobile Roboter und ihr Umfeld, damit Fahrzeuge und Infrastruktur-Komponenten Informationen nach einheitlichen Prinzipien austauschen können.

Entwickelt wurde das Modul vom Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen der Technischen Universität Dortmund gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik. Unterstützt wird die Initiative durch den VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie Industriepartner. M2X baut auf dem Konzept der offenen Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 auf, setzt die Nutzung dieser jedoch nicht voraus. Diese Spezifikation konzentriert sich auf die Verknüpfung etwa von Türen, Aufzügen, Signalanlagen, Lastaufnahme- oder Ladestationen. Inzwischen steht der Entwurf der Öffentlichkeit zur Verfügung. Direkt über das „GitHub-Repository“ kann die Spezifikation zur eigenen Nutzung abgerufen werden. Ebenfalls können Unternehmen, Hersteller und weitere Interessierte Feedback einbringen, Verbesserungsvorschläge diskutieren und zur weiteren Entwicklung der Spezifikation beitragen. Die Entwicklung von M2X erfolgt dabei offen und praxisnah in enger Abstimmung zwischen Forschung, Industrie und Anwendern.

https://www.vdma.eu/de

Neues Modul: M2X standardisiert die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und ihrer Umgebung, etwa mit Aufzügen, Schleusen und Toren. Foto: Sven Franke/TU Dortmund
Neues Modul: M2X standardisiert die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und ihrer Umgebung, etwa mit Aufzügen, Schleusen und Toren. Foto: Sven Franke/TU Dortmund