Unter dem Motto „Print trifft Nachhaltigkeit – Expertise und Kommunikation“ findet am 6. November 2026 das Symposium „innoPrint Leipzig“ statt.
Hierbei widmen sich die Veranstalter – die HTWK-Fakultät Informatik und Medien mit dem iP3-Institut, das Sächsische Institut für die Druckindustrie, der Verband Druck und Medien Mitteldeutschland jeweils mit Sitz in Leipzig – einem aktuellen und spannenden Thema. Bislang werden werbliche Aussagen von Unternehmen zu Umweltvorteilen von Produkten, wie „ökologisch“, „nachhaltig“, „klimaneutral“ oder „recycelbar“, sowie die Vergabe von Umweltlabels kaum reguliert. Inzwischen wird aber „Greenwashing“ durch die Änderung des Wettbewerbsrechts und des Verbraucherrechts in der Europäischen Union sowie in ihren Mitgliedsstaaten stärker reglementiert. Verbraucher können in die Irre geführt werden, wenn bestimmte Umweltvorteile mit bestimmten Produkten suggeriert werden, obwohl diese Vorteile gar nicht vorhanden oder zumindest nicht ausreichend nachgewiesen können.
Ab dem 27. September 2026 wird die „EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel durch besseren Schutz gegen unlautere Praktiken und durch bessere Informationen“ (EU 2024/825) / „Empowering consumers for the green transition“ (ECGT oder EmpCo) Anwendung finden. Die Richtlinie sieht strengere Vorgaben für die Darstellung verlässlicher, vergleichbarer, begründeter und nachprüfbarer Informationen zu den Umwelteigenschaften von Produkten und Unternehmen vor.
Aktuelle Referate
Insgesamt drei Referate sind beim Symposium „innoPrint Leipzig“ zu dieser Thematik vorgesehen: Rechtsanwältin Anna Lutz und Julia Rohmann, Umweltbeauftragte beim Bundesverband Druck und Medien, geben einen Überblick zu den Anforderungen der EmpCo-Richtlinie. Thomas Rätzke vom Umweltdruckhaus Hannover vermittelt praktische Einblicke in die Printmedien-Produktion und die mit den neuen Bestimmungen verbundenen Chancen. Prof. Dr. Lutz Engisch, HTWK Leipzig, votiert ebenfalls dafür, Nachhaltigkeit glaubwürdig zu kommunizieren, und erläutert die einheitliche CO2-Footprint-Berechnung für Druck und Verpackung. Erstmalig wird das Symposium „innoPrint Leipzig“ (HTWK Leipzig, Gutenbergbau) übrigens nicht an einem Samstag, sondern mit dem 6. November 2026 von 14 – 18 Uhr an einem Freitag organisiert. Wiederum ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenfrei, Anmeldungen sind bis 23. Oktober 2026 per E-Mail (kathrin.mandler@htwk-leipzig.de oder steinmetz@vdm-mitteldeutschland.de) erwünscht.
https://ip3.htwk-leipzig.de/innoprint

