Nachhaltige Papierherstellung beginnt bei den Faserstoffen, behauptet ein Spin-Off der Papierfabrik Gmund am Tegernsee.
Aktuell bestehen viele der dort hergestellten Papiere aus alternativen Pflanzenfasern wie Hanf, Baumwolle oder regionalen und schnell wachsenden Ein-Jahres-Pflanzen. Darüber hinaus werden nicht mehr genutzte Rohstoffe wie z.B. organische Abfallprodukte aus der Lebensmittel-, der Kosmetikindustrie systematisch aufbereitet und in die Papiere gebracht. Im Greenfibra Labs am Produktionsstandort, einem im Jahr 2020 gegründeten Spin-Off von Gmund Papier, werden neue Materialien erforscht. Ergebnis sind Papiere, die in Qualität, Haptik und Design höchste Ansprüche erfüllen und ökologisch hergestellt werden.
Längst zeigen die Kollektionen die Vielfalt dieser Ansätze. Papiere aus der Kollektion „Gmund Manteco“ etwa bestehen aus langen Baumwoll-Restfasern der Textilindustrie, ergänzt durch kürzere Baumwoll-Linters; dies ist ein Nebenprodukt bei der Gewinnung und Produktion von Baumwolle. Jeder Bogen Papier entsteht aus ausgewählten Rohstoffen, die im Greenfibra Labs auf ihre Verarbeitbarkeit auf der Papiermaschine getestet werden.
Hier untersucht das Labor neue Materialien auf ihre Eigenschaften im Papier, optimiert Pflanzenfaser-Kombinationen und entwickelt Möglichkeiten, die Recyclingmaterialien in hochwertige Produkte verwandeln. Somit entstehen Papiere mit außergewöhnlicher Struktur und Haptik. Die Kollektionen aus 100 Prozent Hanf und 100 Prozent Baumwolle nutzen die spezifischen Eigenschaften der Pflanzenfasern, um Papiere zu schaffen, die besonders stabil, langlebig und gleichzeitig ästhetisch sind.

