BVDM: Weiterhin stark rückläufig

Berufe der Druckindustrie sind immer weniger gefragt: Demnach hat sich die Anzahl der neu vereinbarten Ausbildungsverträge seit 2014 halbiert.

Jüngst hat der Bundesverband Druck und Medien die Situation im Ausbildungs­zeitraum 2025/2026 aufgezeigt. Demnach ist die Anzahl der neu vereinbarten Ausbildungsverträge bei den Mediengestaltern Digital und Print weiter stark rückläufig. Bei den Medientechnologen Druck und den Medientechnologen Siebdruck ist ein Anstieg zu verzeichnen, während im Bereich der Druckverarbeitung der weitere Rückgang nicht gestoppt werden konnte.

Wiederum die Anzahl der ganz neu vereinbarten Ausbildungsverträge bei den Berufen der Druckindustrie sinkt sukzessive weiter und hat sich binnen der vergangenen rund zehn Jahre sogar halbiert. Demzufolge stehen 4985 neuen Ausbildungsverhältnissen (2014) lediglich 2463 gegenüber. Im Vergleich zum Jahr 2024  ergibt sich über sämtliche sechs Berufe ein Rückgang um 10,6 Prozent.

Werfen wir einen Blick in den Bereich der Druckverarbeitung: Dort hat sich zwar der prozentuale Rückgang abgeschwächt, aber es konnten nur 342 Stellen besetzt werden (–7,6 Prozent). Hier waren es in Summe bei den Medientechnologen Druckverarbeitung 112 Ausbildungsverträge (–10), beim Buchbinder wurden 23 Ausbildungsstellen (–6) besetzt, und bei den Packmitteltechnologen waren es 207 (–12). Insgesamt konnten vom ersten bis dritten Lehrjahr 289 Ausbildungsverträge (2024: 318) bei den Medientechnologen Druckverarbeitung und 75 (2024: 81) bei den Buchbindern registriert werden.

https://www.bvdm-online.de/bvdm/branchenportal/druckindustrie/auszubildende

Siehe den kompletten Beitrag in bindereport 08/2026.

Physische Belastung: Gerade bei der industriellen Druck-Weiterverarbeitung werden mehrere Tonnen Papier pro Schicht bewegt. Foto: BVDM
Physische Belastung: Gerade bei der industriellen Druck-Weiterverarbeitung werden mehrere Tonnen Papier pro Schicht bewegt. Foto: BVDM