Heidelberg: Klarer Schnitt bei Polar

Mit der Produktion der Polar-Schneidmaschinen baut die Heidelberger Druckmaschinen AG ihre strategische Position als Systemintegrator weiter aus.

Bereits zur Jahresmitte 2025 hatte der Konzern sowohl Technologien, geistiges Eigentum (IP) als auch Markenrechte des langjährigen Partners erworben. Anfang Juli 2026 wurde eine neue Vereinbarung unterzeichnet, derzufolge Heidelberg jetzt auch die Entwicklung und Produktion der Polar-Schneidmaschinen übernimmt. Nach der Integration von Technologie, Marke, Vertrieb und Service möchte das Unternehmen seine Position insbesondere im Verpackungs- und Etikettenmarkt forcieren. Polar-Systeme bleiben dabei ein wichtiger Bestandteil vernetzter Produktionsumgebungen entlang der gesamten Weiterverarbeitung. Zum Produktspektrum gehören Komponenten und Systeme, die sämtliche Prozesse vom Beladen und Rütteln über Schneiden und Stanzen bis zum Entladen und Banderolieren integrieren und automatisieren. Zudem sollen sämtliche gewohnten Prozesse bei Service, Support und Verkauf für die Kunden unverändert bleiben.

Schrittweise soll die Umsetzung erfolgen: Innerhalb der Transaktion wird laut den Angaben des Investors die Produktion am Standort Hofheim a.Ts. von August 2026 bis März 2027 über eine eigens dafür gegründete Betriebsgesellschaft aufrechterhalten. Wiederum steht das heutige Produktionsgelände in Hofheim aufgrund von Verkauf nicht langfristig zur Verfügung. Heidelberg wird die Zeit bis dahin nutzen und die Integration in den Produktionsverbund des Konzerns vorbereiten.

Siehe den kompletten Beitrag in bindereport 08/2026.

https://www.heidelberg.com

Polar-„AirGo Jog“: vollautomatische, kantengenaue Ausrichtung einzelner Papier- bzw. Kartonbogen zur Lagenbildung vor dem Schneidprozess. Foto: Heidelberg
Polar-„AirGo Jog“: vollautomatische, kantengenaue Ausrichtung einzelner Papier- bzw. Kartonbogen zur Lagenbildung vor dem Schneidprozess. Foto: Heidelberg